Die schottische Landschaft


INHALT
  • die schottische Landschaft ist ein Faszinosum für fast jeden Besucher

  • Schottland hat die bevölkerungsärmsten,ältesten und schönsten Landschaften Europas

  • Küsten, Flüsse, Seen & Berge prägen die Landschaft der Highlands

  • das Great Glen teilt die Highlands in 2 Gebirgslandschaften

Wenn man die Metropolen des schottischen Flachlandes, der Lowlands hinter sich lässt, hat man zwei Möglichkeiten, in die Highlands und den schottischen Norden zu fahren. Entweder über die A9, die wichtigste Fernstraße Schottlands, die sich über die lieblichen Waldlandschaften Perthshires und die kargen Granitgeröllplateaus des Cairngorm Nationalparks bis nach Inverness wälzt. Oder die A82, die über Hochmoore, gigantische Bergschluchten und die tief ins Hinterland eingreifenden Meeresfjorde der Westküste die Hauptstadt der Highlands erreicht.

Auf beiden Routen zirkuliert ein Großteil des jährlichen Touristenstromes. Fährt man weiter nördlich von Inverness findet man sich einer Weite und Einsamkeit gegenüber, die bereits Fontane in seinem Reisetagebuch “Jenseits des Tweed” als poetisch beschrieb.

 

Die Landschaft der Northwest Highlands und der schottischen Inseln zählt zu den bevölkerungsärmsten, ältesten und schönsten Landschaften Europas.

Lage

Schottland liegt zwischen dem 55. und 61. Breitengrad (9. bis 2. Längengrad), und damit auf derselben Höhe wie Südkanada oder Sibirien. Durch den Golfstrom, der hier an der Westküste vorbeizieht, ist das Wetter in Schottland jedoch beträchtlich wärmer, als seine geographische Lage vermuten lässt.

Fläche

Dabei ist Schottland kein sonderlich großes Land: Es hat mit etwa 79.000 km2 ungefähr die doppelte Größe von Holland. An seiner breitesten Stelle ist Schottland nur ca. 250 km breit, was einer Autofahrt von ca. 2,5 Stunden entspricht, die schmalste Stelle befindet sich bei Stirling im Süden mit nur 39 km. Das führt dazu, dass kein Ort in Schottland mehr als 60 km vom Meer entfernt liegt. Der Fluglinie nach ist Schottland nur 441 km lang (UK = 965 km). 

Malerisch liegt der Leuchtturm Corran Lighthouse am Ufer des Loch Linnhe.
Das Quiraing gehört zu den bizzarsten Landschaften der Insel Skye.
Still und einsam liegt Loch Doilean versteckt auf der Halbinsel Moidart.
Sleat, der Süden der Insel Skye, ist die vegetationsreichste Landschaft der Insel.

Gewässer

Die schottische Landfläche besteht zu 25% aus Naturparks und 2% aus Wasser: Man trifft also nicht nur an den Küsten, sondern auch im Inland immer wieder auf Flüsse und Seen, den sogenannten Lochs. Von diesen Lochs gibt es insgesamt 30.000, Schottland hat außerdem noch 6.000 Flüsse vorzuweisen, die auf insgesamt 50.000 km durch das Land mäandern. Der längste Fluß ist der River Tay (193 km), der durch Perth fließt.

Der kürzeste Fluss ist River Morar an der Westküste mit gerade mal 500 m.

Auch bei den Seen gibt es beeindruckende Maße: Loch Morar ist so tief (mit 310 m der tiefste), dass der Eiffelturm (301 m) komplett hineinpasst. Loch Lomond, nördlich von Glasgow ist der größte Loch mit 71 km2 Fläche und Loch Ness ist mit ca. 7,45 km3 der voluminöste Loch von ganz Großbritannien (7.450.000.000.000l = 7,45 Billionen Liter). Der längste Süßwassersee (Loch Awe) ist immerhin 41 km lang und der längste Meeresarm (Loch Fyne) greift 26 km lang ins schottische Festland hinein.

Küste

Die Küste ist eine typische Landschaftsform in Schottland, das durch seine zerklüftete Küstenlinie immerhin fast 70% der britischen Küstenlinie auf sich vereint (bei nur 1/3 der Gesamtfläche). Wenn man die gesamte von Sandstränden, Klippen, Dünen und Fjorden geprägte Küste des Landes abmißt, kommt man immerhin auf 10.000 km (inkl. Inseln).

Inseln

Schottland hat über 800 Inseln. Insgesamt sind allerdings nur 130 bewohnt und nur 62 Inseln sind größer sind als 8 km2. Die größten und bekanntesten schottischen Inseln sind die Hebriden, die in innere und äußere Hebriden aufgeteilt werden, sowie die Shetland und Orkney Inseln.

Regionen

Schottland ist im Grunde in drei Regionen aufgeteilt: Die Borders im Süden von der englischen Grenze bis nach Edinburgh und Glasgow. Dem Grenzgebiet folgt die Senke des Central Belt, die schmalste Stelle des Landes mit den beiden größten und wichtigsten Städten Glasgow und Edinburgh. Hier wohnen nicht nur ca. 40% der Schotten auf 10% der Fläche, sondern hier sind auch die meisten Arbeitsplätze zu finden. Nördlich der Lowlands folgen die Highlands und Islands, die dünn besiedelt sind und vor allem von Land- und Forstwirtschaft und Tourismus leben.

Gebirge & Great Glen

Die Landschaft der Highlands ist durch eine geologische Besonderheit in zwei Teile geteilt: Das sogenannte Great Glen (Glen schott. für Tal) verläuft direkt von Inverness an der Nordseeküste südwestlich nach Fort William an der Atlantikküste. Hierbei handelt es sich um eine tektonische Verwerfung. Östlich von dieser Erdspalte befinden sich die Grampian Mountains, zu denen vier der fünf höchsten Berge in Grossbritannien gehören. Die Gebirge westlich davon nennt man die Nord-West Highlands. Keiner weiß genau, wie tief diese Erdspalte ist, und daher ist es wohl auch nicht verwunderlich, daß man den sagenumwobendsten Loch Schottlands darin findet: Loch Ness.